Die zwei Herzen der Forstwirtschaft – Forstliche Arbeit zwischen Marktorientierung und Nachhaltigkeit (Westermayer, T., Schneijderberg, K. Viaplana, T.)

19,00  Preis inkl. MwSt.

Umfang: 234 S.

Format: 17×22 cm

ISBN: 9783941300286

Leseprobe: WestermayerDNB Kopie

Beschreibung

In den letzten 20 Jahren haben sich die Rahmenbedingungen, unter denen Forstwirtschaft betrieben wird, deutlich geändert. Forstverwaltungen und Forstbetriebe als (öffentliche) Arbeitgeber befinden sich in einem weit reichenden Reformprozess. Dazu beigetragen hat die zunehmende Orientierung an globalen Märkten und die enorme Steigerung der Arbeitsproduktivität durch technische Entwicklungen und neue Arbeitsverfahren: Harvester und integrierte Logistik ebenso wie die „biologische Mechanisierung“. „Neues Steuerungsmodell“ und „schlanker Staat“ führen unter der Prämisse harter Sparvorgaben nicht nur zu neuen Rechtsformen, sondern auch zu einer neuen Arbeitsorganisation. Nicht zuletzt stellen Ökologiebewegung und Freizeitgesellschaft neue Ansprüche an Forstverwaltungen.
Dieses Buch geht nun der Frage nach, welche Folgen diese Veränderungen für forstliche Arbeit und Beschäftigung haben. Ein Leitmotiv sind dabei die „zwei Herzen der Forstwirtschaft“, die längst nicht mehr im Gleichtakt schlagen: multifunktionale Nachhaltigkeit und lokale Zuständigkeit versus Marktorientierung und Profitdenken. Was bleibt von der forstlichen Identität? Was passiert, wenn Reviere vergrößert, Arbeit ausgelagert und Zuständigkeiten auf unterschiedliche Funktionsstellen aufgeteilt werden? Wie steht es um die Einführung von Team- und Gruppenarbeit? Die Ansprüche der Einzelnen an ihre Arbeit wachsen – gleichzeitig verdichtet sich das Arbeitstempo. Selbstorganisation, Flexibilität, Verantwortungsübernahme sind gefordert. Was können hier Maßstäbe „guter Arbeit“ sein?
Grundlage für das hier gezeichnete übergreifende Bild forstlicher Arbeitsorganisation in Veränderung sind zunächst Gruppendiskussionen, die mit den verschiedenen forstlichen Beschäftigtengruppen – Forstwirte, Verwaltungsangestellte, Revierförster, Angehörige des höheren Dienstes – geführt wurden. Dieser empirische Zugang wird durch eine Aufarbeitung von Datenmaterial zur Entwicklung der forstlichen Arbeit ergänzt. Ein roter Faden ist dabei die Frage nach den Besonderheiten der forstlichen Arbeitswelt im Vergleich zur allgemeinen Entwicklung hin zu flexibler Arbeit.

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